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sanusetsalvus.com
Lyubomir Kolarov ist Journalist in der deutschsprachigen Redaktion von Radio Bulgarien beim Bulgarischen Nationalen Rundfunk (BNR) und Moderator des digitalen Radioprogramms BNR Traffic+. Er spricht Deutsch, Englisch und Russisch. Zu seinem internationalen Werdegang gehören Aufenthalte und Ausbildungszeiten in den USA, Deutschland und Großbritannien sowie eine langjährige berufliche Tätigkeit in der Personalbeschaffung und im Headhunting für führende internationale Unternehmen.
Nach dem Abschluss des Deutschen Gymnasiums in Sofia setzte er seine Ausbildung an der Universität Konstanz in Deutschland fort, wo er Arbeits- und Organisationspsychologie studierte. Derzeit promoviert er im Bereich Medienpädagogik an der Sofioter Universität „Hl. Kliment Ohridski". Seine wissenschaftlichen Interessen gelten insbesondere der künstlichen Intelligenz und ihrem Potenzial zur Optimierung des frühkindlichen Bildungsumfelds. Zu seinen beruflichen Interessengebieten zählen Journalismus, internationale Kommunikation und die persönlichen Geschichten hinter gesellschaftlichen Ereignissen.
Lyubomir, wann haben Sie sich dazu entschieden, Journalist zu werden? War der Journalismus Ihre erste Berufswahl?
- Mit dem Journalismus kam ich bereits während meiner Schulzeit in Berührung. Ich gehörte zum Team der Schülerzeitung, führte Interviews mit Lehrkräften und schrieb Artikel über Themen, die den Schülerinnen und Schülern besonders am Herzen lagen. Obwohl der Journalismus nicht meine erste berufliche Wahl war – viele Jahre lang war ich in der Personalbeschaffung und insbesondere im Headhunting tätig –, habe ich im Laufe der Zeit auch kurz für Radio Sofia sowie für die Zeitung „Express“ gearbeitet. Seit dem Sommer vergangenen Jahres arbeite ich in der deutschsprachigen Redaktion von Radio Bulgarien. Seit Mai dieses Jahres bin ich außerdem eine der Stimmen des digitalen Radioprogramms BNR Traffic+.
Der Journalismus ist heute ganz anders als noch vor zehn Jahren, ganz zu schweigen von früheren Zeiten. Sind Sie mit Ihrem Beruf zufrieden, zumal beide Ihrer Eltern sehr bekannte Journalisten sind?
- Ich bin der Meinung, dass sich der Journalismus im digitalen Zeitalter äußerst dynamisch entwickelt. Ich bin froh, zu jener Generation zu gehören, deren Kindheit noch im analogen Zeitalter stattfand und die in einer Zeit aufwuchs, in der sich die Medienlandschaft stetig weiterentwickelte. Als Kind hörte ich zu Hause viele Diskussionen über die Entwicklung und den Zustand des Journalismus. Außerdem hatte ich die einmalige Gelegenheit, bei den Aufzeichnungen der Fernsehsendungen meines Vaters, Lyubomir Kolarov, dabei zu sein – „Atlas“ und „Die Welt in Aktion“ beim Bulgarischen Nationalfernsehen (BNT). Auch bei der Quizsendung „Eine Minute ist viel“ durfte ich die Aufzeichnungen miterleben, deren Schöpferin, Drehbuchautorin und Regisseurin meine Mutter, Prof. Lilia Raycheva, ist.
Schon in meiner frühen Kindheit lernte ich den Entstehungsprozess einer Fernsehsendung kennen und wusste, dass es sich dabei um einen äußerst komplexen, zeitaufwendigen und kreativen Prozess handelt. Meistens saß ich im Regieraum und fragte mit der Neugier eines Kindes die Toningenieure und die Regisseure am Mischpult nach den verschiedenen Funktionen der „Knöpfe“ am Pult. Besonders beeindruckte mich, wie schwer eine Fernsehkamera war. Die Kameraleute betrachtete ich als eine Art Helden – als Atlasgestalten, die die schwere Kamera auf dem Rücken trugen.
Mit der Zeit wurden die Kameras leichter, die alten Filmrollen und Schallplatten wurden durch digitale Medien ersetzt, und das Internet kam hinzu. Es eröffnete dem Journalismus so viele neue Möglichkeiten, Inhalte zugänglich zu machen und sich weiterzuentwickeln.

Warum haben Sie sich auch für die deutsche Sprache entschieden? Wie hat sie Ihren Charakter geprägt? Was bedeutet die deutsche Sprache für jemanden mit internationaler Orientierung?
- Bevor ich Deutsch lernte, beherrschte ich bereits Englisch und Russisch recht gut. Meine erste Klasse besuchte ich in den USA, an der Madison Elementary School in Norman, Oklahoma. Danach setzte ich meine Schulausbildung an der 133. Schule „A. S. Puschkin“ in Sofia fort. Anschließend legte ich die Aufnahmeprüfungen ab und besuchte die Unterstufe des Mathematischen Gymnasiums Sofia.
Doch in der siebten Klasse, als ich Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfungen an den Gymnasien besuchte, verliebte ich mich in ein Mädchen, das unbedingt auf das Deutsche Gymnasium in Sofia gehen wollte. Das war meine Motivation, mich vorzubereiten und bei den Aufnahmeprüfungen gute Ergebnisse zu erzielen.
Damals war das Deutsche Gymnasium in Sofia die begehrteste Schule Bulgariens. Wir wurden beide aufgenommen. Das Mädchen erwiderte meine Gefühle jedoch nicht, und damit verschwand auch meine ursprüngliche Motivation, Deutsch zu lernen.
Meine Eltern waren mit dieser Entwicklung nicht zufrieden und ermutigten mich, mich für das Austauschprogramm „Youth for Understanding“ zu bewerben, das von der Stiftung „Heilige Kyrill und Method“ unterstützt wurde. So kam ich in das kleine Dorf Lindhorst in der Nähe von Hannover, wo ich zehn Monate lang bei einer deutschen Gastfamilie lebte. Damals hatte ich auch eine kleine Videokamera und erinnere mich noch gut daran, wie ich mein Leben dort filmte. Ich war mit meinem ziemlich holprigen Deutsch nicht zufrieden und nahm mir vor, die Sprache innerhalb dieser zehn Monate zu lernen.
Dabei entdeckte ich die Vielfalt der deutschen Sprache, ihre wunderbaren Dialekte und zumindest teilweise auch die regionalen Unterschiede. Ich lernte die deutsche Literatur, Musik und Kultur kennen und lieben – viel mehr als jenes Mädchen. Diese Begeisterung bestärkte mich auch in meinem Wunsch, mein Studium an der Universität Konstanz in Deutschland fortzusetzen, wo ich Arbeits- und Organisationspsychologie studierte.
Dort tauchte ich noch tiefer in die regionalen Besonderheiten der deutschen Sprache ein: in den Badener, die Schönheit des Schweizerdeutschen sowie die Komplexität und Vielschichtigkeit des österreichischen Deutsch.
Bis heute entdecke ich neue Wörter, neue Redewendungen und neue Verwendungsmöglichkeiten dieser Sprache. Das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.
Wer Deutsch beherrscht, weiß, welche enormen Perspektiven diese Sprache eröffnet, wie schön sie an sich ist und wie viel sie zur gemeinsamen Geschichte unseres wunderbaren Kontinents und zur Entwicklung einer einzigartigen Kultur beigetragen hat.
Sie arbeiten bei Radio Bulgarien, das sich an Bulgaren in aller Welt richtet. Der Wettbewerb um die Berichterstattung über bulgarische Gemeinschaften im Ausland ist groß. Welche Schwerpunkte setzen Sie dabei?
Ich möchte eine Sache klarstellen: Radio Bulgarien richtet sich nicht nur an die rund zwei Millionen Landsleute, die im Ausland leben und etwas mehr als ein Viertel der bulgarischen Volksgruppe ausmachen, sondern auch an Ausländer, die Bulgarien besuchen oder hier leben.
Als jemand, der viele Jahre im Ausland gelebt hat – in den USA, in Deutschland und in England –, weiß ich, was Heimweh bedeutet. Ich weiß, wie sehr einem der Geschmack der hausgemachten Ljutenizа fehlen kann, ebenso wie die Spontaneität unserer Gesellschaft, unsere schöne Natur, unser einzigartiges Klima und unser ganz besonderer Humor. Wo auch immer ich gelebt habe, war ich stets stolz auf meine Herkunft und habe dafür geworben, wie wunderbar Bulgarien ist. Und tatsächlich ist es das schönste Land der Welt.
Die Bulgaren im Ausland bilden eine besondere Gemeinschaft. Unsere Diaspora ist nicht so eng verbunden wie beispielsweise die griechische oder die polnische. Dafür bewahrt und verbreitet sie die bulgarischen Traditionen mit großer Hingabe, und darauf bin ich stolz.
Ich betrachte die Kolleginnen und Kollegen, die über die Aktivitäten bulgarischer Gemeinschaften im Ausland berichten, nicht als Konkurrenz, sondern eher als Freunde und Partner. Ich bin überzeugt, dass gerade wir gemeinsam dazu beitragen, dass die Bulgaren auch im Ausland zusammenhalten und sich als Gemeinschaft fühlen. Und wir geben ihnen ein kleines Stück von dem, was uns allen zumindest ein wenig fehlt: die Heimat.

Haben Sie Lieblingsthemen, über die Sie als Journalist berichten? Und beschäftigen Sie sich auch besonders mit Themen rund um Bulgaren im Ausland?
- Als Psychologe und Headhunter mag ich herausfordernde Fragen. Viele Jahre lang bestand meine Arbeit darin, Führungskräfte großer Technologieunternehmen in Europa, den USA, dem Nahen Osten und Australien davon zu überzeugen, ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Gleichzeitig musste ich herausfinden, welche Bedürfnisse und Wünsche sie hatten und wie sie nicht nur ihre persönliche Karriere, sondern auch die Entwicklung der gesamten Branche einschätzten.
Meine Aufgabe war es, ihnen gewissermaßen „unter die Haut“ zu gehen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohlfühlten und möglichst viele Informationen mit mir teilten. Ich musste zuhören und Verständnis für die Perspektive meines Gegenübers zeigen. Ich bin überzeugt, dass diese Fähigkeiten auch im Journalismus von großer Bedeutung sind. Deshalb setze ich mir in diesem Beruf hohe Ziele.
Vor Kurzem habe ich die deutsche Botschafterin in Bulgarien interviewt. Unabhängig von ihrem Rang steht hinter dieser Rolle ein Mensch mit eigenen Emotionen, Gefühlen und Gedanken. Genau das wollte ich zeigen: den Menschen hinter dem Amt.
Ich habe das Deutsche Gymnasium 2006 abgeschlossen. Damals stand Bulgarien kurz vor dem Beitritt zur Europäischen Union. Dieses Ereignis eröffnete, wie wir wissen, uns allen enorme Möglichkeiten, im Ausland zu studieren und zu arbeiten. Mehr als die Hälfte meiner Mitschülerinnen und Mitschüler nutzte diese Chancen. Viele von ihnen blieben im Ausland und bauten sich dort eine Karriere und ein Leben auf und gründeten Familien.
Jeder Lebensweg ist anders, und ich habe mich schon immer für die einzelnen Geschichten interessiert. Mich bewegen sowohl die gemeinsamen Herausforderungen unserer Landsleute im Ausland – etwa der Kulturschock, das Heimweh und die Integration in eine fremde Gesellschaft – als auch die Spuren, die wir Bulgaren bei Menschen aus anderen Ländern hinterlassen. Dazu gehören die positiven Eindrücke von unserer Lebensweise und Kultur, die bis heute faszinieren.

Welchen Themen sollten Journalisten Ihrer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit schenken?
Heutzutage scheint der Journalismus ziemlich „sensationsorientiert“ geworden zu sein. Oft geht es weniger darum, Lösungen für ein Problem zu finden, als vielmehr darum, einen Skandal aufzudecken. Außerdem beobachte ich viele einseitige Positionen. Ich würde mir wünschen, dass der Journalismus wieder zu seinen ursprünglichen Grundwerten zurückkehrt: informieren, statt zu manipulieren, unterschiedliche Sichtweisen darstellen und dem Zuschauer, Zuhörer oder Leser die Möglichkeit geben, sich eine eigene Meinung zu bilden, anstatt ihm eine bestimmte Sichtweise aufzudrängen.

Welche Persönlichkeiten aus der internationalen Politik beeindrucken Sie, und wen würden Sie gerne interviewen? Gibt es solche beeindruckenden Persönlichkeiten überhaupt noch, oder scheint inzwischen jeder in irgendeinen kleinen oder großen Skandal verwickelt zu sein?
- Mich interessieren die Persönlichkeiten, die die Welt bewegen. Ich möchte den Menschen hinter der öffentlichen Rolle verstehen – ihre Motivation und ihren Antrieb, sich diesen komplexen und äußerst anspruchsvollen Aufgaben zu widmen. Sehr gerne würde ich Persönlichkeiten wie Donald Trump, Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Wladimir Putin, Xi Jinping, Benjamin Netanjahu und viele andere interviewen.
Politiker sind jedoch nicht die einzigen Menschen, die unseren Alltag maßgeblich beeinflussen. Dazu gehören auch Künstler, Visionäre und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Es wäre mir eine Ehre, Menschen wie Elon Musk, Madonna, Taylor Swift und Oprah Winfrey zu interviewen. Ebenso würde ich gerne Menschen meiner Generation befragen, die sich inzwischen aus der Politik zurückgezogen haben, beispielsweise den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz.
Wie sehen Sie sich selbst in zehn Jahren?
- Eines der schönen Dinge an der Zukunft ist meiner Meinung nach, dass wir nie genau wissen, was passieren wird. Neben meiner journalistischen Tätigkeit beschäftige ich mich auch mit wissenschaftlicher Arbeit: Ich bin Doktorand an der Universität Sofia. Darüber hinaus engagiere ich mich gesellschaftlich als Schöffe am Bezirksgericht Sofia.
Diese Tätigkeiten sind sehr unterschiedlich, bieten mir aber alle die Möglichkeit, Neues zu lernen. Vielleicht sehe ich mich auch in zehn Jahren genau so: als jemanden, der ständig dazulernt, neugierig bleibt und aktiv ist.
Eines weiß ich allerdings ganz sicher: Auch in zehn Jahren werde ich Bulgarien, unsere Landsleute und unsere Geschichte lieben. Ich werde meiner Heimat verbunden bleiben und mich weiterhin dafür einsetzen, zu zeigen und zu vermitteln, welch wunderbarer Ort unser unglaubliches Bulgarien ist.
Das Interview wurde geführt von Svetlana Zheleva und Dessislaw Pajakoff
Визитка: Любомир Коларов е журналист в немскоезичната редакция на Радио България към Българското национално радио и водещ в дигиталната програма БНР Трафик+. Владее немски, английски и руски език, а международният му опит включва живот и образование в САЩ, Германия и Обединеното Кралство, както и професионална дейност в сферата на подбора на кадри и хедхънтинга за водещи международни компании.
Завършил е Немската гимназия в София, след което продължава образованието си в Университета в Констанц, Германия, където изучава трудова и организационна психология. В момента е докторант по медийна педагогика в Софийския университет „Св. Климент Охридски", с научни интереси в областта на изкуствения интелект и приложението му за оптимизиране на предучилищната образователна среда. Професионалните му интереси са свързани с журналистиката, международната комуникация и човешките истории зад обществените събития.
Любомир, кога взехте решение да се занимавате с журналистика? Тя първи избор на професия ли Ви е?
- С журналистиката имам досег още от ученическите си години. Бях част от екипа, който списваше ученически вестник. Провеждах интервюта с учители и пишех статии по наболели за учениците теми. Въпреки че журналистиката не беше първият ми професионален избор — дълги години се занимавах с подбор на персонал и в частност с хедхънтинг — през годините съм работил за кратко за Радио София, както и за вестник „Експрес“. От лятото на миналата година работя в немската редакция на Радио България, а от май тази година съм и един от гласовете на дигиталната програма на БНР - Трафик+.

Журналистиката днес е много различна от това, което беше преди 10 години, да не говорим преди това. Доволен ли сте професията, още повече, че и двамата Ви родители са многоизвестни журналисти.
- Смятам, че журналистиката се развива изключително динамично в дигиталната ера. Щастлив съм, че съм от поколението, чието детство премина в аналоговата ера и което израсна в среда на развиващи се медии. Като дете вкъщи съм слушал много дискусии за развитието и състоянието на журналистиката. Също така имах уникалната възможност да присъствам на записите на предаванията на баща ми, Любомир Коларов — „Атлас“ и „Светът в действие“ по БНТ, както и на състезанието „Минута е много“, на което майка ми, проф. Лилия Райчева, е създател, сценарист и режисьор.
Още от ранна детска възраст се запознах с процеса на създаване на телевизионно предаване и знаех, че това е изключително сложен, времеемък и креативен процес. Основно седях в апаратната и с детското си любопитство разпитвах звукорежисьорите и режисьорите на пулт за различните функции на „копчетата“ на пулта. Бях много впечатлен от това колко тежка е една телевизионна камера и гледах на операторите като на своеобразни герои — Атласовци, които носят тежката камера на гърба си.
Постепенно камерите олекнаха, старите рулони и винили се замениха с дигитални такива и се появи интернет, който даде толкова много възможности за достъпност и развитие на журналистиката.
Немският език защо го избрахте? За един международник какво означава немския език?Той как се отрази на Вашия характер?
- Преди да науча немски, вече владеех доста добре английски и руски език. Първи клас започнах в САЩ в училището Медисън в Норман, Оклахома. После продължих в 133. СОУ А.С. Пушкин в София. След това започнаха конкурсите и прогимназията в Софийската математическа гимназия. Но в седми клас, докато посещавах курсове за подготовка за кандидатстване в гимназия, се влюбих в едно момиче, което много искаше да бъде прието в немската гимназия в София. Това беше моята мотивация да се подготвя и да успея да изкарам високи оценки на приемните изпити.
По онова време немската гимназия в София беше най-желаното училище в България. И двамата бяхме приети. Девойката обаче не отвърна на чувствата ми и с това първоначалната ми мотивация да уча немски се изпари. Родителите ми не бяха доволни от тази тенденция и ме насърчиха да кандидатствам за програмата Youth for Understanding, подкрепяна от фондация “Св. Св. Кирил и Методий” за ученически обмен в Германия. Така попаднах в едно малко селце близо до Хановер — Линдхорст, където живях десет месеца в немско семейство. Тогава имах и малка видеокамера и помня как заснемах живота си там. Не харесвах каруцарския немски, на който говорех, и си обещах, че през тези десет месеца ще науча езика.
В този процес се запознах с разнообразието на немския език, с неговите чудесни диалекти и донякъде — с регионалните различия. Опознах и обикнах немската литература, музика и култура много повече, отколкото онази девойка. Тази обич обуславяше и желанието ми да продължа висшето си в университета в Констанц, Германия, където завърших трудова организационна психология. Там още повече се потопих в дебрите на регионалните особености на немския език — баденския диалект, красотата на швейцарския немски, както и сложността и комплексността на австрийския немски.
До ден днешен откривам нови думи, нови изрази и нови за мен начини за употреба на този език. Това не спира да ме впечатлява. Всеки, който владее немски, знае прекрасно какви огромни перспективи дава този език, колко е красив сам по себе си и колко много е допринесъл за общата история на нашия прекрасен континент и за развитието на една уникална култура.

Работите в Радио България, насочено изцяло към българите по света. Конкуренцията за отразяване на българските общности зад граница е голяма, какви са акцентите, които търсите Вие?
- Бих искал да направя едно уточнение — Радио България е насочено не само към близо два милиона наши сънародници, живеещи зад граница, които представляват малко повече от една четвърт от българския етнос, но и към чужденците, които посещават или живеят в България.
Като човек, живял дълги години в чужбина — в САЩ, Германия и Англия — знам какво означава носталгия. Знам какво е да ти липсва вкусът на домашната лютеница или спонтанността на нашето общество, красивата ни природа, уникалният ни климат, както и специфичното ни чувство за хумор.
Където и да съм живял, винаги съм се гордял с произхода си и съм популяризирал и рекламирал колко прекрасна е България. А тя наистина е най-хубавата страна на света.
Българите зад граница са едно особено общество. Нашата диаспора не е толкова сплотена, колкото например гръцката или полската, но пък много силно пази и разпространява българските традиции, което ме кара да се гордея.
Не разглеждам колегите, които отразяват дейността на българските общности зад граница като конкуренция, а по-скоро като приятели и партньори. Смятам, че именно ние заедно помагаме на българите да бъдат единни и сплотени зад граница. И им даваме частица от онова, което на всички ни поне мъничко липсва — родината.
Имате ли любими теми, които разработвате като журналист? А такива, свързани с българите зад граница?
- Като психолог, а и като хедхънтър, обичам предизвикателните въпроси. Дълги години работата ми беше да убеждавам ръководни кадри на големи технологични компании в Европа, САЩ, Близкия изток и Австралия да сменят работата си, както и да разбирам от тях какви са техните нужди и желания и каква е посоката на развитие не само на личните им кариери, но и на целия бранш като цяло.
Моята задача беше да успея да им вляза „под кожата“ и да ги предразположа да се чувстват комфортно, за да споделят възможно най-много информация с мен. Трябваше да слушам и да проявявам разбиране към гледната точка на събеседника си. Смятам, че тези умения са изключително важни и в журналистическата професия, затова си поставям и високи цели.
Наскоро интервюирах германската посланичка в България. Независимо от ранга ѝ, зад тази роля стои човешко същество със собствени емоции, чувства и размисли. Именно това исках да представя — човека зад този пост.
Завърших немската гимназия през 2006 г. По онова време България беше на прага на присъединяването си към ЕС. Това събитие, както знаем, отвори огромни възможности пред всички нас да изследваме възможностите за обучение и работа в чужбина. Повече от половината ми съученици се възползваха от тях, а голяма част останаха там и създадоха кариера, живот и семейства.
Всеки път е различен и аз винаги съм се интересувал от всяка отделна история. Вълнуват ме както общите проблеми на сънародниците ни зад граница — например културният шок, носталгията и интеграцията в чуждо общество, — така и българският отпечатък, който оставяме у чужденците, и добрите впечатления от нашия бит и култура, които и до ден днешен продължават да впечатляват.
На коя тема искате журналистите да обръщат повече внимание?
- В днешно време като че ли журналистиката стана доста „сензационна“ — търси не толкова решение на даден проблем, колкото скандала. Наблюдавам и доста едностранчиви позиции. Някак ми се иска журналистиката отново да се върне към изконните си добродетели — да информира, а не да манипулира, да представя различни гледни точки и да оставя зрителя, слушателя или читателя сам да изгради собствената си позиция, вместо да му я внушава.
От международната политика, кои са личностите, които Ви впечталяват икоито искате да интервюирате? Има ли ги още тези впечатляващи личности(вече сякаш няма личност, която да не бъде забъркана в малък или голям скандал)?
- Интересни са ми личностите, които движат света. Иска ми се да разбера човешкия елемент зад тях — тяхната мотивация и желанието им да се занимават с тези сложни и изключително отговорни роли. С удоволствие бих интервюирал ичности като Доналд Тръмп, Урсула фон дер Лайен, Фридрих Мерц, Владимир Путин, Си Дзинпин, Бенямин Нетаняху и много други.
Политиците не са единствените хора, които оказват огромно влияние върху ежедневието ни. Такива са също артистите, визионерите и обществените личности. За мен би било чест да интервюирам хора като Илон Мъск, Мадона, Тейлър Суифт и Опра Уинфри, както и мои връстници, които вече са напуснали политиката, като например бившия австрийски канцлер Себастиан Курц.
Как се виждате след 10 години?
- Едно от хубавите неща на бъдещето според мен е, че никога не знаем какво точно ще се случи. Паралелно с журналистическата си дейност се занимавам и с академична работа — докторант съм в Софийския университет. Имам и обществена ангажираност — съдебен заседател съм в Софийския районен съд.
Тези дейности са много различни сами по себе си, но ми дават възможност да научавам нови неща. Може би точно така се виждам и след десет години — учещ, любознателен и активен.
Едно обаче знам със сигурност, че ще продължа да правя и след десет години — да обичам България, нашите сънародници и нашата история, да милея за родината си и да продължавам да популяризирам и да показвам колко прекрасно място е нашата невероятна България.
Едно интервю на Светлана Желева и Десислав Паяков
Италианският календар на честванията за 90-годишнината от рождението на Маестрото продължи в Парма, неговият почти „роден град“,
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Издателство„Колибри“ предлага на читателите ново издание на „Жената на френския лейтенант“, един от безсмъртните шедьоври на Джон Фаулз.
