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Schauspielerin Nina C Gabriel: Kein Meister ist vom Himmel gefallen, alles ist Übung und Fleiß,
Nina, warum bist Du aus Bulgarien geflohen?
Was bedeutet Traiskirchen für Dich? Warum habt Du und deine Mutter euch für Österreich entschieden? 
 
- Ich bin in einer vom System in Ungnade gefallenen Familie in Sofia, Bulgarien im Jahr 1972 auf die Welt gekommen. 
Mein Großvater mütterlicherseits war seinerzeit Königsoffizier und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er für viele Jahre gefangen genommen, überlebte die kommunistischen Lager und war bis zu seinem Tod als “Feind des Volkes” bestempelt worden.
 
Dieser “Titel” hatte auch allerlei Konsequenzen, welche die gesamte Familie zu tragen hatte. Ebenso meine Mutter als seine Tochter. Sie konnte nur “anonym” und mit höchster Leistung ins deutsche Gymnasium kommen und absolvieren, um danach Germanistik zu studieren.
 
 
Meine Mutter war immer schon ein aufmüpfiger und ungehorsamer Mensch und hatte es sich sehr bald zum Ziel ihres Lebens gesetzt, das System zu verlassen.
 
Seit meiner frühesten Zeit war ich, neben der antikommunistischen Haltung, die ich quasi mit der Muttermilch eingeimpft bekommen hatte, mit der Idee groß geworden, eines Tages, wenn es möglich sein wird, die Diktatur, wohlgemerkt nicht Bulgarien, zu verlassen. Keiner dachte damals, dass der Kommunismus (zumindest in seiner Ur-brachialen Form) bald Geschichte sein werde. 
 
Im Jahr 1989, zwei Monate vor dem Fall des Systems, waren wir eigentlich unterwegs nach London, wo meine Mutter zwei Jahre zuvor ohne mich versucht hatte, Fuss zu fassen. Wir machten zwei Tage Halt in Wien. Mutter wollte mir ihr über alles geliebte Wien zeigen.
 
Ja und da blieben wir. Zwei Koffer, keine Bleibe, nichts in Aussicht, keiner, der auf uns wartete. Mit Traiskirchen hatten wir nie zu tun, waren nie dort. Für mich war die Bezeichnung “Flüchtling” auch nie eine, die ich in irgendeiner Weise mit mir in Verbindung gebracht habe. Wir waren zwei Menschen auf der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung. Wir handelten nicht aus Not, sondern aus Überzeugung. 
 
Ich war 17 Jahre alt  und obwohl ich nichts hatte, gehörte mir ab nun die freie Welt. Obwohl die ersten 1,5 Jahre sehr streng und hart waren, schafften Mutter und ich, uns “zwischen den Tropfen zu bewegen” und geschickt den Gefahren auszuweichen, die sich zweier schutzloser Blondinen aus dem Osten in den Weg stellten. 
 
Welche Rolle spielt für Dich Bulgarien? Du hast immerhin das Theaterstück “Mein Bulgarien, Unser Balkan, Deren Diktatur, Eure Tschuschen“geschrieben und inszeniert.
 
- Bulgarien ist meine erste Liebe. Wir waren nicht lange zusammen, aber wie eine erste Liebe so ist, war sie prägsam für mein ganzes weiteres Leben. Ich habe ihre Luft eingesaugt, ihre Sprache in meine Seele verflochten, ich habe ihren Charakter kennengelernt, ihr Schmerz gefühlt. Ich habe mich mit Bulgarien verbunden, ohne sie zu heiraten. Ich habe sie verlassen und sie ist mir vielleicht noch immer etwas nachtragend, doch tief drinnen liebt sie mich noch, das weiss ich. 
 
Als ich Bulgarien körperlich verließ, verband ich mich mit ihr seelisch und geistig. Ich habe auch als getrennte Leute nie aufgehört, sie von außen zu betrachten und zu lieben. Sie hatte meiner Familie, aber nicht mir persönlich etwas angetan. 
 
Bulgarien war meine Geliebte. Wir sind uns, auch wenn es keiner glaubt, näher gekommen, als so manch Geschwister miteinander. Bulgarin sein heißt für mich, in innige Berührung gekommen zu sein.
 
Meine persönliche Identifikation erstreckte sich von Anfang an über die Grenzen eines Gebietes, Kontinentes oder einer Konfession. Ich bin auch keine Österreicherin. Was heißt das schon? Ich bin - Kultur liebend, Menschen liebend, morgen kann ich wieder ganz woanders sein. 
 
Mein Regiedebüt „Mein Bulgarien, Unser Balkan, Deren Diktatur, Eure Tschuschen“  im Jahr 2004 war von einem epischen Ausmaß. Ich schmetterte die Aufarbeitung meiner Kindheit und Jugend in Bulgarien unterhalb der Diktatur Glocke, auf über 1000 km in einem drei stündigen filmisch - musikalischen Drama, ala Kusturica (der mich künstlerisch extrem prägte). 
 
 
Diese Inszenierung war seiner Zeit innovativ, hochbrisant und unfassbar schön. Menschen haben noch Jahre danach darüber geredet. Die Wladigeroff Zwillinge, so wie Alexander Nantschev, standen auf der Bühne. die große Gerti Drassl, die damals gerade die amtierende Nestroy-Preisträgerin war, spielte mich. Das war der Beginn meiner Laufbahn als Regisseurin, die mir viel weiteren Erfolg  auf großen Bühnen brachte. 
 
Du warst siebzehn, als Du nach Österreich gekommen bist. Was denkst Du im Rückblick über Deine beeindruckende Karriere hier als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin?
 
- Der herbste Verlust, als wir das Land wechselten, war der Verlust der Sprache. Ich konnte kein Wort Deutsch. Die Sprache war für mich seit meiner frühesten Kindheit mein Gebiet. Ich hatte mit bereits zwei Jahren ein Repertoir an Gedichte, Lieder und Märchen (es gibt Tonaufnahmen von meinem zweiten Geburtstag, das ist bereits ein Soloprogramm). 
 
Mit fünf konnte ich lesen und mit sieben schrieb ich mein erstes Gedicht. In der Pubertät entstand eine große Menge Poesie und zwei Kurzgeschichten. Ich wusste, das Wort ist mein Heim. Ob gesprochen oder geschrieben.
 
Und dann kam die schmerzhafte Stummheit. …und ging bald wieder weg, denn ich begann nur kurz darauf als angehende Schauspielerin die Sprache von oben nach unten zu erlernen. 
 
Ich konnte kaum deutsch, aber das war den dramatischen Monologen egal. 
 
Mit 19 begann ich also mit dem Schauspielstudium. Ich wagte das beinahe Unmögliche. Mir fehlte dafür nicht nur die nötige Sprache, sondern auch die nötige Aussprache. (Das nötige Selbstvertrauen schien ich dennoch zu besitzen). 
 
Kein Meister ist vom Himmel gefallen, alles ist Übung und Fleiß, gepaart mit einem starken Willen und einer großen, großen Portion Glaube. Ich glaubte an Gott und an mich. Und mit 20 habe ich bereits meine erste Hauptrolle am hiesigen Theater der Jugend bekommen. 
 
Ich war Esmeralda im “Glöckner von Notre Dame” von Victor Hugo. Obwohl meine Esmeralda ein exotisches Zigeunermädchen, mit einem starken Akzent war, habe ich damit einen großen Erfolg gefeiert, wurde gesehen und erkannt.
 
 
Die weiteren zwei Jahre habe ich vorwiegend an meiner Bühnenaussprache gearbeitet und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, mich vom Stempel der “Ausländerin” (ich mag keine Schubladen) zu emanzipieren. Kein Akzent stand jemals mehr zwischen mir und irgendeiner Rolle. 
 
Seit damals sind 30 Jahre vergangen und ich habe über 50 große Hauptrollen gespielt. Ich habe mich als dramatische Schauspielerin tief in die Szene verankert und etabliert.
 
Ich bin nicht “stolz” darauf. Stolz ist ein Mangelzustand des Selbstwertes, ich bin meinem Schicksal dankbar und allen Menschen, die mich begleitet haben. Mit mir selbst bin ich zufrieden. Es hätte mehr sein können, das kann es immer, aber auch unendlich viel weniger. Ich habe das Optimale für meine Eingangsvoraussetzungen, Kraft meines eigenen Talents und ohne einen einzigen Kompromiss als Mensch oder Frau machen zu müssen, erreicht. Dafür bin ich unendlich dankbar. 
 
Welche deiner Rollen liebst Du besonders? 
 
- Meine letzte Rolle, war die des George Danton in Georg Büchners "Danton's Tod” ( Eine fragmentarische Filmversion aus der Inszenierung „Danton’s Tod“ von Georg Büchner im Züge des Theaterfestivals Wortwiege, Regie Anna Maria Krassnigg). Ich spielte eine der begehrtesten und größten Männerrollen der Theatergeschichte. Noch dazu als historische Figur eines “Übermannes”.
 
Diese Darstellung war vermutlich meine schauspielerische "Professur". Zwei Jahre lang wurde es immer wieder aufgenommen und gespielt und galt als die drittbeste Produktion des Jahres 22, neben dem Burgtheater und der Josefstadt. 
 
Ich habe Mephisto gespielt, Estragon in “Warten auf Godot”, Pippi Langstrumpf, Rosaura, Olympia, Lady Macbeth, Petra von Kant, Vampirella, den Luftgeist Ariel, Madame de Tourvelle, die Königin der Nacht und und und und…
 
ich habe sie alle geliebt, aber Danton hat mich über meine Grenzen hinaus gehievt. 
 
Du hast in Dostojewskis „Idiot“ und in „Roter Oktober“ gespielt. Ist es Dir gelungen die slawische Seele zu zeigen, aber auch Deine Sicht auf den „realen Sozialismus“ in deinen Rollen?
- Roter Oktober war der Titel eines Festivals, ist kein Stück, da habe ich eine serbische Nutte gespielt und das Publikum dachte, die sei echt. Im Idiot habe ich die Generalin Lisaveta Jepantschina gespielt, fantastische Rolle, bombastische Kritiken. 
 
Oh, ja, meine slawisch-balkesische Gemütsnatur, in Verbindung mit der deutschsprachigen Verstandeskultur und Psychologie des Spiels, sorgten für eine wunderbare schauspielerische Gewürzmischung. 
 
Nun seit fast 10 Jahren bin ich Dozentin des dramatischen Unterrichtes an der Schauspielakademie Elfriede Ott. Einige Generationen an Jungschauspielern sind durch mich durchgegangen und alle haben sie einiges von besagter “Gewürzmischung” abbekommen. 
 
Wie hast Du Ludwig Drahosch kennen gelernt? Wie hat er dein Leben beeinflusst? Was hat er Dir gegeben und was hast Du ihm nahegebracht als Bulgarin, als Künstlerin, als Schauspielerin? Wie war es seine Muse und Lebenspartnerin zu sein? Was wissen wir nicht über ihn? Erzähl uns mehr von seinem Buch „Simonettas Schatten“ und deinem Buch GENOVEVA, welches am 4. Oktober herauskommen wird?
 
- Als ich 38 wurde und am Höhepunkt meiner menschlichen, künstlerischen und weiblichen Reife stand, traf ich den Genius. Er war als grandioser und unsagbar genialer Maler am Ende einer langen und schwierigen Phase angelangt und wollte nicht mehr malen.
 
 
Er hatte einen zwanzigjährigen Kampf mit der riesenhaften postmodernen Chimäre der bildenden Kunst hinter sich gebracht und lag zerschmettert am Boden. Während und nach seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste als Student von Arik Brauer und Hundertwasser, hat er Philosophie studiert und sich durch tausende von Seiten Philosophiegeschichte durchgearbeitet.
 
 
Er wollte verstehen. Er wollte begreifen, was mit dem Ende der Renaissance (seiner Identifikationszeit) in der Malerei Geschichte, ich sage bewusst nicht, Kunstgeschichte, passiert war. Er fand seine Antworten und war dabei zu begreifen, dass er Zeit seines Lebens als Maler GEGEN etwas gekämpft hatte, das größer und mächtiger war als er selbst. 
 
Dann sah er mich und sah in mir alles, wonach er gestrebt hatte und WOFÜR er ab jetzt kämpfen wollte. Für die Schönheit. 
 
Er sah in mir das Ideal, die Inspiration, die Liebe und die Sanftheit, er fand die Ruhe. Er sah in mir sein Paradies.
 
Also begann er wieder zu malen. Bloss nur für sich und für mich. Er malte und studierte und zeichnete mich exzessiv. Er war süchtig vor Glück. Wir schrieben nebeneinander, malten nebeneinander, er war bei jeder meiner Proben und hat das Theater inhaliert und entdeckt.
 
Wir führten drei Jahre lang ein eigenes Theater, das gespickt war mit seinen Bildern. Wir vermählten unsere Künste, indem wir begonnen haben zu filmen. Ich gab die Geschichte und das Spiel vor, er komponierte das Bild. Seine Filme wurden zu bewegten Gemälden voller Schönheit, denn er war ein Meister des Lichts, der Komposition, der Farbe. Er trug in sich das Wissen und Können der Altmeister und war selbst einer von ihnen.  
 
Und dann kam das Wortgemälde! 
 
 
Er eroberte das Wort! Jenes Wort, das sich durch das Studium der Philosophie in seiner Seele eingebrannt hatte, jenes Wort, das er neben mir und durch mich und das Theater laut erlebte, sah und filmte, dieses Wort ergoss sich plötzlich durch ihn in einer Wucht mit der selbst ich nicht gerechnet hatte. Plötzlich sprach er mit der Zunge eines Eingeweihten und schrieb mit der Schrift eines Giganten reinste Wortgemälde. 
 
So entstand "Simonettas Schatten, eine Erzählung über die Unbelehrbarkeit des Schönen”, eine Novelle, die letztes Jahr im Oktober Premiere hatte. 
 
Am Tag vor seinem Tod am 12.6.2023, beendeten wir den zweiten Teil “Simonettas Schatten II, die zwölf Linien im Skizzenbuch der Wirklichkeit”. Eine wahres kunsthistorisch-philosophisches-malermeisterliches Vermächtnis. 
 
Was habe ich ihm als Bulgarin gegeben! 
 
Er war vor mir, über 20 Jahre lang, mit einer Serbin zusammen. Er kannte nichts anderes als Balkanesinnen. Sein Großvater war Grieche, der andere Tscheche und Ludwig selbst hatte eine tief slawische Ader. Seine Seele war unergründlich, sein Gemüt ernst und tief, sein Aussehen, das eines mazedonischen Alexanders, oder eines griechisch-römischen Gottes. Für ihn kam nur eine Muse in Frage, die eine antike Gestalt hatte und die, wie die antiken Musen, selbst schöpferisch war.  
 
Wie hat sein Tod dein Leben verändert? 
- Darüber kann ich schwer sprechen, das kann man nicht in Worte fassen... Es ist zu frisch, der Schmerz zu tief, der Verlust zu gross.
 
Ich bin im Moment in der Phase tiefster Trauer. Gleichzeitig als spiritueller Mensch weiss ich, dass er abberufen wurde, weil seine Seelenmission hier erledigt war und er oben wichtigeres zu tun hat. 
 
Welche künstlerische Gattung, welche nicht mit dem Schreiben oder der Schauspielkunst verbunden ist, verehrst Du am meisten? 
- Selbstverständlich die Malerei und Bildhauerei im altmeisterlichen Sinne. Bis zur klassischen Modern. Die Phase danach bis heute, ist, was die Zukunft betrifft, irrelevant. 
 
Eines Tages wird man rätseln, was den Menschen mal so geritten hatte in seinem Wahn nach Eigenkreativität und pubertärer Frechheit. 
 
Die Antwort wird sein: “...aah, das war eine hochmütige Ungeduld ohne Gottesbegriff! Das mal so was gegeben hat… tztztz…!” So werden die Menschen der Zukunft über die heutigen “Spezialisten” staunen. 
 
Wie wandelt sich die Kultur in unserer Zeit? Dessislaw hat mir berichtet, dass es die Tendenz gibt nicht mehr Literatur zu unterrichten, sondern Texte für den praktischen Gebrauch wie zum Beispiel Reklamationen, Meinungstexte? Wie soll man eine Meinung haben ohne die Literatur? 
 
- Wir leben in der Zeit der Halbwahrheiten. Auf der einen Seite die materialistische Wissenschaft, auf der anderen die dogmatische Religiosität. Beides impotent. 
 
In allen großen Epochen gab es Zeiten, als die Wissenschaft religiös und die Religion zugleich die Wissenschaft von Gott war. In diesen Zeiten entstanden die größten Kulturschätze. Das waren Zeiten der Weisheit. Die Renaissance war so eine Zeit, da trennte man nicht mehr die Materie vom Himmel, man sah den Himmel in der Materie, das Schönste war das Richtigste und die Früchte davon kennen wir. 
 
Heute leben wir in eine Neogotik, ein nächstes dunkles Zeitalter. Bloss nicht: Mensch starrt Gott an und die Natur mitsamt der Frau ist des Teufels, sondern: Mensch starrt Materie an, Gott und Teufel gibt es nicht. 
 
Die Dogmen der Kirche sind heute die Dogmen der materialistischen Weltanschauung. Die materialistische Wissenschaft ist heute nicht erkenntnisstrebend, sie ist dogmatisch-religiös wie im Mittelalter. Also hat das Pendel wieder ausgeschlagen. 
 
Zu allen Zeiten war alles mit Macht und Kontrolle verbunden. Heute ist es nicht anders, bloß, dass  Kaisers neue Kleider  subtiler gewebt sind  und die breite Masse einen grossen Gefallen daran hat, sich vor der Kapitulation des Geistes zu verneigen. 
 
Der Ausgang ist immer nach oben. 
 
Der Heilige Geist, von dem Christus spricht, ist nichts anderes als das Erkenntniswissen über den Schöpfer selbst, sprich die tatsächliche Annahme der Geistigen Welt und deren Studium. 
 
“Weihe Deinen Verstand nicht der Materie, sondern dem Geist. Nutze den Verstand als Instrument des Geistes, nicht als Herrscher der Materie”, soll es in den Schulen heißen. 
 
Heute ist der Mensch einfältig im Außen und vielfältig im Inneren. Es soll aber genau umgekehrt sein. Was heißt das! 
 
Einfältig im Außen heißt, dass Geld, Macht und Ruhm die führenden Motivationen für alles sind. Arzt werden, um Geld zu verdienen, Anwalt werden, um Geld und Macht zu haben, Künstler werden, um Ruhm und Geld zu erlangen. Politiker werden, um alle drei einzuheimsen. Niemand macht die Sache um der Sache willen. Das ist äußere Einfalt.
 
Gleichzeitig herrscht innerlich das völlige Chaos. Millionen Weltanschauungen, Milliarden Meinungen zum selben Thema, hunderte Geschlechter, Milliarden individualistische Ansprüche… Atheismus, Vernebelung… 
 
Andersrum wäre - innerlich einfältig, äußerlich vielfältig. Wann ist man innerlich einfältig? Wenn man dieselben Ideale hat. Wenn vom Höchsten ausgegangen wird und sich selbst als Einheiten einer Ganzheit versteht, wird man ganz einfach ein guter Mensch und alles läuft. Unser Körper lebt uns die Einheit (trotz der allersekündlichen Angriffe unseres schwachen Ichs) jede Sekunde vor. 
 
Und wenn wir dann äußerlich vielfältig wären, dann würden wir alles der Sache wegen machen. Und wir wären richtig gut darin. Wir hätten Demut, Liebe und Geduld. Was wir auch täten, wir täten es gerne und gut. 
 
Der einzige Weg, ist der Weg, der vom Glauben zu Wissen, zum manifestierten Glauben, zu Gewissheit und zur Weisheit führt. Dieser Weg ist nur dann begehbar, wenn die Liebe zur Wahrheit als höchstes Gut kein abstrakter blabla Begriff mehr, sondern ein gelebter Wert geworden ist. 
 
In diesem Sinne… Ich empfehle mich freundlichst…
 


Das Interview wurde geführt von Svetlana Zheleva und Dessislaw Pajakoff

PS

Аm 05.10.2023 erschient das Band GENOVEVA ausgewählte Dichtung von Nina C Gabriel in Margarete Tischler Verlag.

 (Alle Fotos und Gemälde @ Ludwig Drahosch)
 

 

Прочетено 2263 пъти Последна промяна от Събота, 25 Ноември 2023 00:06
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